Weiche Hechel - SofthackleÜber Trockenfliegenhecheln findet man sehr viele Artikel in den Zeitschriften und auch im Netz. Die weichen Hecheln werden aber kaum behandelt und viele Binder haben kommen damit nicht so gut zurecht, was dazu führt, dass die weichen Hecheln auch nicht so oft eingesetzt werden. Gerade weiche Hecheln machen Nymphen und Nassfliegen fängig. Die Fibern wirken im Wasser wie Beinchen und verleihen der Fliege Leben. Die meisten weichen Hecheln stammen vom Rebhuhn und von Hennen. Grundsätzlich kann man fast die Federn von den meisten Hühnern und Fasanenartigen verwenden. Auch die Deckfedern von Enten sind gebräuchlich und gut zu verarbeiten. Für das Binden der weichen Hecheln gibt es verschiedene Techniken, von denen ich einige hier vorstelle. Weiche Hechelfedern haben eine Eigenschaften, die ihren Einsatz als Bindematerial erschweren.
Es bieten sich 6 Techniken für das Einbinden der Hechelfedern an.
Ich verwende für alle Beispiele eine Rebhuhnfeder. ![]() ![]() |
![]() Hechelfeder mit unterem Ende einspannen ![]() Flaum von der Feder entfernen, etwas mehr Fibern auf der rechten Seite abreißen. Das sorgt dafür, dass sich keine Fibern abspreizen ![]() Hechel wickeln und Spitze abbinden. Den Überstand abschneiden. Man sieht, dass man relativ viele überstehende über das Öhr stehende Fibern hat. Die fertige Hechel. Der Kopf fällt relativ groß aus StandardmethodeDie Hechelfeder wird mit dem unteren Ende eingespannt und um den Hakenschenkel gewickelt.
Nachteile:
Eingesetzt wird die Methode bevorzugt bei Hennenhecheln, da die Nachteile kaum zum Tragen kommen. ![]() |
![]() Nachdem der Körper gebunden wurde bereitet man die Hechel wie gezeigt auf das Einbinden vor ![]() ![]() Die Feder wird vom Flaum befreit. An der rechten Seite werden einige Fibern mehr entfernt, die würden sich bein Einbinden leicht abspreizen Die Feder wird mit dem Kiel auf den Hakenschenkel gebunden. Am Öhr etwas Platz zum Wickel der Hechel lassen ![]() ![]() Die Hechel kann jetzt gewickelt werden. Der Überstand wird noch abgeschnitten. Die fertige Hechel. Der Kopf fällt klein aus. Diese Methode des Einbindens wurde von James Leisenring, der auch das Buch “The Art Of Tying the Wet Fly and Fishing the Flymph” geschrieben hat. Inzwischen bevorzuge ich diese Methode gegenüber der Standardmethode und dem Einbinden mit der Spitze voran. Vorteile:
Nachteile:
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![]() Die Feder wird vom Flaum befreit und die Spitze mit den kürzeren Fibern abgeschnitten. ![]() Die Feder wird so eingebunden, dass die Fibern in der Länge der späteren Hechel über das Öhr überstehen. Die letzte Windung des Fadens sollte kurz vor dem Öhr enden. ![]() Überstand abschneiden und in Unterkörper einbinden. Achten Sie darauf, dass sie keine Stufe im Unterkörper erhalten. ![]() Körper bis kurz vor das Öhr fertigbinden ![]() Die Hechel mit einem Knotenbinder oder ähnlichem Werkzeug nach hinten drücken. Dabei auf die gleichmäßige Verteilung der Fibern achten ![]() Die Hechel jetzt zwischen Daumen und Zeigefinger nach hinten streifen und abbinden. (Kann ich leider auf den Foto nicht zeigen, da ich nur zwei Hände habe). ![]() Die fertige Hechel. Achten Sie auf den Kopf, der viel kleiner als bei den anderen Methoden ist. Die verteilte Hechel ist eine einfach zu bindende Version der weichen Hechel und liefert anständige Ergebnisse. Diese Methode sollte jeder Fiegenbinder erlernen und üben, da sie leicht zu binden ist und man das Ergebnis gut beeinflussen kann. Die Methode ist auch mit zwei Federn, wie gezeigt durchführbar. Vorteile:
Nachteile
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![]() Von einer Feder mit langen Fibern wird der Flaum entfernt und die Hechelfibern von der Spitze der Feder getrennt, was einem beim Einspannen der Federspitze in die Hechelklemme hilft. ![]() Die Feder wird auf dem Hakenschekel eingebunden und zwar an der Stelle, an der die Hecheln nach eine Länge des Hakenschenkels biss zum Öhr + gewünschte Hechellänge ergeben. ![]() Wickeln Sie die Hechel an der eingebundenen Position auf dem Hakenschenkel ein und schneiden Sie den Überstand ab ![]() Richten Sie die Hechel nach vorne und binden den Unterkörper bis kurz vor das Öhr ![]() Binden Sie den Fliegenkörper fertig Mit einem Knotenbinder richten Sie die Fibern nach hinten aus. Achten Sie dabei auf die gewünschte Verteilung der Fibern, die nicht zwangsläufig gleichmäßig rund um den Schenkel verteilt sein muss ![]() ![]() Für das Einbinden ziehen Sie die Hechel nach hinten zum Hakenbogen ![]() Die fertige Fliege mit kompensierter Hechel Mit dieser Methode kompensiert man zu lange Hechelfibern. Diese Methode ist etwas schwieriger als die verteilte Hechel, man kann das Ergebnis ähnlich beeinflussen wie bei der verteilten Hechel. Der Materialauftrag auf den Körper erfolgt nur nach vorne zum Öhr. Vorteile:
Nachteile
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![]() Die Hennenfeder wird vom Flaum befreit und die Fibern auf der linken Seite entfernt, welche die Innenseite der Wicklung sein wird. ![]() Binden Sie die Hennenhechel mit der Spitze in Richtung Öhr am Hakenschenkel ein. Schneiden Sie den Überstand ab.. ![]() Beim Binden des Körpers wickeln sie eine Windung hinter die Hechelfeder, danach den Rest des Körpers ![]() Binden Sie die Hechel nch vorne zum Öhr. Am Öhr binden Sie 2-3 Wicklungen. Dies ist die Standardmethode, aber nicht die Einzige, für eine einfache Palmerhechel, die leicht zu binden ist und doch wirkt. Die Methode bietet sich eigentlich nur für Hennenfedern an, Rebhuhn und andere sind zu kurz und haben meist zu lange Federn. Viele klassische Nassfliegen haben eine Palmerhechel. Vorteile:
Es gibt verschieden Varianten für Palmerhecheln, später werde ich auch einen Artikel darüber schreiben
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